Förderpreis 2021

Kölnische Rundschau am 25.01.2022:
https://www.rundschau-online.de/region/rhein-berg/roesrath/roesrather-gruppe-48-das-sind-die-traeger-und-traegerinnen-des-literatur-foerderpreises-39405776?cb=1643545818269&#no


PRESSEMITTEILUNG

Patrick Schild gewinnt Förderpreis für Nachwuchsautoren

Der zum zweiten Mal vergebene „Förderpreis der Gruppe 48 für Jugendliche und Jungautoren“ ging an Patrick Schild aus Koblenz.

Der Wettbewerb wurde erstmals als Präsenzveranstaltung im Werkstattgebäude von Schloss Eulenbroich ausgetragen, „in diesen unsicheren und oft einsamen Zeiten ein Zeichen der Hoffnung“, formulierte es Moderatorin Vroni Kiefer zum Auftakt der Veranstaltung. Vor 44 Zuhörerinnen und Zuhörern stellten die aus über 250 Einsendungen ausgewählten vier Finalisten ihre Lyrikwerke vor.

„Ich war noch nie in meinem Leben derart aufgeregt“, ließ der 27-jährige das Publikum an seiner Gefühlswelt teilhaben. Seinen mit fester Stimme einfühlsam vorgetragenen Gedichten merkte man dies jedoch nicht an. Mit Sätzen wie „unermüdlich / näht dich dein schatten an der welt fest / und wächst“ oder „großvaters schweigen / an einem Tag / an dem die naht / zwischen den worten / beinahe gehalten hätte“, berührte er die Zuhörerinnen und Zuhörer und vereinte am Ende die meisten Stimmen auf sich.

Begeistert zeigte sich auch Rösraths Bürgermeisterin Bondina Schulze, die an der gesamten Veranstaltung teilnahm und in ihrer Begrüßung die positive Kraft der Kultur lobte:

„Literatur bereichert unser Leben. Mit einer Veranstaltung wie dieser richtet sich der Blick wohltuend auf das Leben außerhalb von Corona.“

Aus 251 anonymen Einreichungen vier Finalisten auszuwählen, sei für die Fachjury nicht einfach gewesen, berichtete Dr. Hannelore Furch, Vorsitzende der Gruppe 48 e.V.

„Wir haben hochanspruchsvolle Lyrikbeiträge erhalten, „und allein dieses Finale zu erreichen, ist eine große Auszeichnung.“ Was von den Nachwuchsautoren vorgetragen werde, sei ganz anders als die Lyrik der tradierten Versformen: „Alle Gedichte, die wir heute hören, nutzen neue, moderne Stilmittel.“

Die Preisgelder von insgesamt 3.000 Euro wurden von der Rösrather Rembold Stiftung zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements gesponsert. „Die Jugend bestimmt die Sprache von morgen“, so Stifter Dr. Jürgen Rembold in seinem Grußwort. Für ihn sei eine Herzensangelegenheit, den Erhalt und die Pflege der deutschen Sprache zu fördern. Das von der Gruppe 48 entwickelte Format des Literaturwettbewerbs habe ihn so überzeugt, dass er gemeinsam mit dem Rösrather Kulturverein einen Literaturwettbewerb für die Kölsche Sprache initiierte.           

Stellvertretend für alle Jurymitglieder dankten Professor Dr. Heidrun Zinecker und Cleo Wiertz den jungen Autorinnen und Autoren für deren Mut, sich am Wettbewerb zu beteiligen.

„Für uns war eine Entdeckung, in dieser Jury mitzuarbeiten und ein großes Vergnügen, uns in die Texte zu vertiefen.“  

Dazu gehörten auch die bewegenden, reflektierten Gedichte der drei Jungautorinnen Alexandra Huth aus Leipzig, Sophie Kamann aus Groß Pankow und Meike Wanner aus Düsseldorf, die jeweils einen mit 600 Euro dotierten Nominierungspreis erhielten. Wie in Schilds Gedichten gab es auch bei Alexandra Huth viel bildhafte Natur, verbunden mit dem Appell diese zu hüten und zu schützen. Ihr Gedicht „einmal“ wechselt von Grenzmetaphorik zu der realitätsspiegelnden Vision: „einmal / nimmt der Himmel / seine Grenzen bei der Hand / nur einmal fällt Licht auf Licht / und Wild schmiegt den Asphalt rot“.

Sophie Kamann, gerade einmal 18 Jahre jung, zeigte in ihren poetischen Texten einen außerordentlichen Tiefgang. In ihrem Gedicht „Rüstungslos“ thematisiert sie die Sinnlosigkeit von Kriegen. „Besiegte Krieger / teilen sich ein Bad / waschen sich Schuld von den Händen (..) / im Hochofen der Gefühle / verschmelzen steinerne Herzen / zu fremden Schwertern und vertrauten Fesseln“.

Meike Wanner versetzt sich am Schluss ihres Gedichts „Rückkehr zur Gewöhnlichkeit“ in Stimmungen der Weihnachtszeit. „Nur ich allein / ich glaube, ich bin die Einzige / die Weihnachten stets ein wenig / melancholisch / bleibt“. „Ganz sicher nicht“, raunte es in den Reihen des Publikums, das sich mit anhaltendem Applaus nach zwei Stunden „Auftanken mit Kultur“ auf den Heimweg machte.        

Die Werke der Finalisten sowie ausgewählter Wettbewerbsteilnehmer sind in einer Anthologie „Startup Lyrik“ zusammengefasst und im Kulturmaschinen Verlag erhältlich.      

25.1.2021

Dr. Heiger Ostertag
Pressereferent Gruppe 48
verlagsmail@yahoo.de
Die Gruppe 48 - Startseite

 

Börsenblatt 15.02.2021:
https://www.boersenblatt.net/news/preise-und-auszeichnungen/preise-fuer-prosa-und-lyrik-165063


Rundblick Rösrath:
https://www.ortszeitungen.de/RM_eNewsPaper/Roes/Roes_07_2021.pdf   


Pressemitteilung
Bochum, den 16.05.2021


Sehr geehrte Damen und Herren,
      
mit der heutigen Pressemitteilung möchten wir über Folgendes informieren:
        
Ausschreibung für den Förderpreis 2021 für Jungautoren (15 - 35 Jahre) läuft noch bis zum 31.05.2021
        
Auch im Jahr 2021 hat die Gruppe 48 e.V. einen seperaten und mit insgesamt 3.000 € dotierten Literaturwettbewerb für Jugendliche und Jungautoren im Alter von 15 bis 35 Jahren ausgeschrieben.
In diesem Jahr wird der Wettbewerb in der Gattung Lyrik ausgetragen. Interessierte Teilnehmer und Teilnehmerinnen können  noch bis zum 31.05.2021 sechs Gedichte (unveröffentlicht oder bereits veröffentlicht) einreichen.
Für das Finale am 22.01.2022 in der Theaterwerkstatt des Schlosses Eulenbroich in Rösrath wird die Jury vier Kandidaten auswählen.
        
Alle Informationen und Teilnahmebedingungen finden Sie hier: http://www.die-gruppe-48.net/Foerderpreis-2021     


Finale des Förderpreises 2020 für Jungautoren findet am 19.06.2021 als Livestream statt
              
Das ursprünglich für den 16.05.2021 als Präsenzveranstaltung geplante Finale des Förderpreises            2020 für Jungautoren findet jetzt am 19.06.2021 um 20.15 Uhr als Livestream hier statt: https://www.twitch.tv/kunstbande
Freuen Sie sich an diesem Abend auf die Lesungen der vier Finalisten:       

  • Thomas Bissinger
  • Amy Holbach
  • Maxim Stüve
  • Miriam Unterthiner

An der gleichen Stelle findet ca. zwei Wochen später ein zweiter Livestream mit der Preisverleihung des ebenfalls mit 3.000 € dotierten Wettbewerbs statt. Das genaue Datum teilen wir Ihnen rechtzeitig mit.

Im Anhang finden Sie das Plakat zu dieser Veranstaltung.

Für die Unterstützung bei der Durchführung der Wettbewerbe  bedankt sich die Gruppe 48 e.V. sehr herzlich bei ihren Preisgeld-Sponsoren Landschaftsverband Rheinland (Wettbewerb 2020) und Dr. Jürgen Rembold Stiftung (Wettbewerb 2020 und 2021).

Anthologie zum Förderpreis 2020 ist erschienen!

Passend zum Finale ist jetzt die Anthologie Suchbewegungen. Junge Literatur im Kulturmaschinen Verlag, Hamburg erschienen. Die Titelseite finden Sie im Anhang.
In dem Buch sind vierzig der zum Wettbewerb eingereichten Texte enthalten. Es ist sowohl kartoniert (14,50 €) als auch gebunden (23,50 €) beim Verlag unter dem folgenden Link erhältlich: https://kulturmaschinen.com/produkt/suchbewegungen-junge-literatur/

Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

 Mit freundlichen Grüßen
 Thomas Hein
 -- Die Gruppe 48 e.V.

Thomas Hein - Pressereferent
Tel.: 01590 - 64 65 994
Email: gruppe-48@online.de
Web: www.die-gruppe-48.net